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Gegenüberstellung.

Technisch ist darunter das dichte Zusammenstellen der unfallbeteiligten Fahrzeug mit ihren jeweiligen Schadenbereichen zu verstehen. Man geht dabei von folgenden Überlegungen aus.

Bei einem Zusammenstoß zweier Fahrzeuge entstehen, - ähnlich wie bei einem Fingerabdruck, - individuell wechselseitig Kontaktspuren an den beteiligten Fahrzeugen, die der geschulte Fachmann auswerten und deuten kann. So lassen sich daraus Rückschlüsse auf Anstoßwinkel, Anstoßrichtung, Anstoßintensität, Relativbewegungen der Fahrzeuge zueinander und vieles mehr ableiten.

Die Gründe für eine Gegenüberstellung sind oftmals computergestützte Entscheidungsprozesse bei denen der Versicherer mittels des so genannten Hinweis-Informations-Systems, kurz HIS genannt und der “uniwagnis-Datei” Kenntnis über frühere Schadenfälle am Geschädigtenfahrzeug hat und hier die Chance sieht sich einerseits vor eventuell unberechtigten Forderungen zu schützen, aber auch andererseits vor berechtigten Entschädigungsleistungen zu drücken. Es rechnet sich halt.

  • Sollte ein solches Verlangen an Sie heran getragen werden, so gilt im Wesentlich das gleiche wie beim Nachbesichtigungsbegehren.    ---> siehe auch Nachbesichtigung.
  • Sie sollten das auf keinen Fall ohne anwaltliche Hilfe absolvieren.
  • Sie sollten das nicht ohne Ihren eigenen Sachverständigen vornehmen.
  • Wenn Sie einer Gegenüberstellung überhaupt zustimmen, dann nur am Ort des ursprünglichen Geschehens.
  • Die Qualifikation des gegnerischen Sachverständigen auf dem Fachgebiet der Unfallrekonstruktion sollte erfragt und nachgewiesen sein. Ein Dipl.-Ing. der ansonsten nur „TÜV-Plaketten“ klebt hat wenige Ahnung davon und stellt fest oder nicht fest was seine Auftraggeber möglicherweise gern hätte.

Das Amtsgericht Hattingen hat es hat es kurz und knapp auf den Punkt gebracht und sich auch zu den Kosten geäußert. Es war eine Nachbesichtigung zwecks Gegenüberstellung der Fahrzeuge:

„Die Kosten für die Nachbesichtigung sind zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung im Sinne des § 249 BGB notwendig.“

„Wenn der Schädiger dann einen Nachbesichtigungstermin verlangt und sich der Geschädigte darauf einlässt, so kann der Geschädigte ohne weiteres einen von ihm beauftragten Sachverständigen zu diesem Termin hinzuziehen.

Die Gründe eines Nachbesichtigungstermins, den der Schädiger verlangt, liegt in aller Regel ja darin, das Sachverständigengutachten des Geschädigten anzugreifen und ihm die Beweisführung zu erschweren oder zu verhindern.

Folglich muss es dem Geschädigten zur Sicherung seiner Beweisführung möglich sein, den von ihm beauftragten Sachverständigen hinzuziehen, um bereits im Nachbesichtigungstermin gegebenenfalls auf die Angriffe gegen die eigene Beweisführung eingehen zu können.

Folglich sind auch die Kosten für einen Nachbesichtigungstermin für eine zweckentsprechende Rechtsverfolgung notwendig.“

Quelle: AG Hattingen zum Aktenzeichen 5 C 41/06 mit Anerkenntnisurteil vom 07.11.06
 

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01 - 2014