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Nachbesichtigung.

Es gibt ganz klare Urteile, dass Nachbesichtigungen durch den eintrittspflichtigen Versicherer nicht zulässig sind.  

Kein Versicherer schickt irgendeinen Mitarbeiter von DEKRA, TÜV etc. um zu kontrollieren ob auch alle Schäden im Erstgutachten berücksichtigt wurden, oder ob etwa die Wertminderung zu gering angesetzt wurde!     Dass sollte jedem klar sein!

Diese Nachbesichtigungen haben einzig und allein den Zweck, den Geschädigten auszuhorchen und den Schaden herunterzurechnen.

Es gibt kein Recht auf Nach- oder auch Vorbesichtigung für den Schädiger, bzw. seinen Versicherer.

Hierzu OLG Naumburg, Aktenzeichen: 4 U 146/03, Urteilsdatum: 19.02.2004. - LG München I (19 S 11609/90) Urteil vom 20.12.90. - LG Kleve   3 O 317/98 (in Anlehnung an BGH, ZfS 199, 239). - AG Wiesbaden 91 C 1735/98, Urteil vom 28.10.98 -- um nur einige zu nennen.

Oftmals ist dieses Ansinnen darin begründet, dass dem Versicherer ein Vorschaden über die Datenbank "uniwagnis" bekannt ist und nun versucht wird daraus Vorteile zu ziehen.

Jegliche Nachbesichtigung sollte verweigert werden, - bzw. wenn man dies zulässt , -  nur nach ausführlicher Begründung des Versicherers (z.B. Betrugsverdacht) und dann im Beisein des Sachverständigen der das Erstgutachten erstellt hat und eines qualifizierten Rechtsanwaltes !!

8 Punkte die Sie auf jeden Fall beachten sollten!

  • Beauftragen Sie spätestens jetzt einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen. Anwaltskosten gehören nach der Rechtsprechung zum Schaden und sind bei voller Haftung des Unfallgegners von dessen Versicherung zu übernehmen.
     
  • Informieren Sie uns umgehend über die Nachbesichtigungsabsicht der gegnerischen Versicherung bzw. des gegnerischen Sachverständigen. Es sollte Ihnen klar sein, dass der gegnerische Sachverständige den Weisungen seines Auftraggebers zu folgen hat und damit sicherlich nicht Ihre Interessen vertritt. Dies kann nur der Sachverständige Ihres Vertrauens.
     
  • Bestehen Sie darauf, dass Ihnen vor der Nachbesichtigung der vollständige Auftrag des im Auftrag der Versicherung tätigen Sachverständigen schriftlich dargelegt wird. Sollte der Sachverständige nicht Versicherungsmitarbeiter sein, handelt es sich um einen fremden Dritten. Fremde Dritte haben mit dem Schadensfall überhaupt nichts zu tun. Ohne Vorlage einer Vollmacht oder eines legitimierenden Auftrages müssen Sie solche Personen nicht an Ihr Fahrzeug lassen.
     
  • Bestehen Sie darauf, dass ein Besichtigungstermin abgestimmt wird, bei dem Ihr Sachverständiger und auch Ihr Anwalt dabei sind. Besichtigung und Besichtigungszeitpunkt können Sie in Abstimmung mit uns festlegen.
     
  • Bestehen Sie auch darauf, dass die Nachbesichtigung von einem unabhängigen Sachverständigen durchgeführt wird, der seine Qualifikation, beispielsweise mit der Anerkennung durch den VKS, nachgewiesen hat, bzw. öbv ist. Sollte die gegnerische Versicherung nicht mit der Beauftragung eines unabhängigen Sachverständigen einverstanden sein, laufen Sie Gefahr, dass Ihre rechtliche Position unter Umständen erheblich verschlechtert wird, was dazu führen kann, dass Sie Ihre Ansprüche nicht vollständig durchsetzen können.
     
  • Wenn eine Fahrzeuggegenüberstellung mit dem schädigenden Fahrzeug durchgeführt werden soll, sollte auch dieses nur in Absprache und im Beisein Ihres eigenen Sachverständigen erfolgen.
     
  • Bestehen Sie darauf, dass Ihnen vor der Nachbesichtigung schriftlich zugesichert wird, dass Sie ein vollständiges Gutachten mit Originallichtbildern bzw. einen vollständigen Untersuchungsbericht mit Originallichtbildern des Sachverständigen kostenfrei erhalten.
     
  • Wenn die gegnerische Versicherung und/oder der gegnerische Sachverständige mit der Erfüllung der obigen Voraussetzungen nicht einverstanden sind, können Sie davon ausgehen, dass eine Nachbesichtigung Ihres Fahrzeuges die Ihnen nach der Rechtsprechung zustehende Waffengleichheit, nach der Sie zur Feststellung Ihres Schadens einen Sachverständigen Ihres Vertrauens beauftragen dürfen, gefährdet.

Spätestens jetzt sollten Sie, um nicht später in Beweisnot zu kommen, eine Nachbesichtigung, in Absprache mit Ihrem Rechtsanwalt, endgültig verweigern.

Problem?  Wir helfen Ihnen weiter!
030  471 0188

01-2014